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Autokrane mieten

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Carsten's Kranblog
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Kranhersteller
1000 Tonnen Raupenkran von XCMG
Nach Informationen von KHL hat der chinesische Kranhersteller XCMG einen Raupenkran mit 1000 Tonnen Traglast vorgestellt. Der Kran kann mit Derrick und Superlift konfiguriert werden. Neben Modellen von Zoomlion und Sany ist der Kran von XCMG der dritte in dieser Tragkraftklasse von einem chinesischen Kranhersteller. Der vor kurzem in Staatshand übergegangene Kranhersteller baut seit 1995 Raupenkrane und bietet derzeit 16 verschiedene Modelle von 35 bis 1000 Tonnen Tragkraft an.
Tadano übernimmt Mantis
Der japanische Kranhersteller Tadano hat den amerikanischen Hersteller von Raupenteleskopkranen Spandeck Mantis von der Eignerfamilie Mitchell gekauft. Der Kaufpreis für die Im November abgeschlossene Übernahme beträgt 37,5 Millionen US-Dollar. Das in Franklin, Tennessee und in Richlands, Virginia ansässige Unternehmen wurde im Jahre 1985 gegründet und erwirtschaftete in 2007 einen Umsatz von mehr als 34 Millionen USD. Mit der Übernahme verfolgt Tadano das Ziel der weiteren Diversifizierung des Angebotes.
500 t Raupenkran von Hitachi Sumitomo
Der japanische Kranhersteller Hitachi Sumitomo hat einen neuen Raupenkran vorgestellt. Der 6000SLX ist mit einer maximalen Traglast von 500 Tonnen auf 6 m Ausladung angegeben. Die maximale Hauptauslegerlänge ist 108 m, die maximal mögliche Systemlänge mit Wippspitze beträgt 72 m + 72 m. Der neue Kran wird auf der Intermat in Paris im April 2009 vorgestellt. Der Prototyp absolvierte seinen Probelauf im November auf dem Testfeld der Herstellers in Japan. Die amerikanische Version des Raupenkranes wurde im März 2008 auf der Conexpo in Las Vegas als Link-Belt 548
Tags: 6000SLX - Conexpo - Hitachi Sumitomo - Intermat - Kranhersteller - Link-Belt - Raupenkran
Terex-Demag präsentiert CC 9800 Raupenkran
In diesem Monat präsentiert der Kranhersteller Terex-Demag in seinem Werk in Zweibrücken den neuen Raupenkran CC 9800. Der Kran basiert auf dem bereits bekannten CC 8800-1 und dem größeren Bruder CC 8800-1 Twin. Die maximale Traglast von 1600 Tonnen und das maximale Lastmoment von 27000 Metertonnen wird mit einem neuen Mastsystem mit 4m Systembreite erreicht. Dafür sind 800 Tonnen Schwebeballast erforderlich. Die maximale Auslegerlänge beträgt 156 m für den Hauptausleger und 120 m für die Wippspitze. In SWSL Konfiguration können maximal 108 m Hauptausleger und 120 m Wippspitze montiert werden.
Mit 132 m Hauptauslegerlänge und 18 m Vessellift ist der Kran bestens für die Montage der neuen Windkraftanlagen vom Typ Enercon E 126 geeignet. Dieser Rüstzustand ermöglicht es, eine Last von 360 Tonnen auf eine Hakenhöhe von 144 m zu heben.
Der erste Kunde, die Kranfirma Sarens aus Belgien, bekommt den neuen Raupenkran im Januar 2009. Ein weitere Bestellung liegt bereits von der Firma Enercon vor.
Tags: CC 8800-1 Twin - CC 9800 - Enercon - Enercon E 126 - Kranfirma - Kranhersteller - Raupenkran - Sarens - Terex-Demag - Windkraftanlagen - Zweibrücken
Sennebogen eröffnet neues Werk
Zusammen mit über 3500 Gästen und den Mitarbeitern hat der Kranhersteller Sennebogen das neue Werk 2 eröffnet und dieses Highlight der Firmenhistorie gefeiert. Als besondere Auszeichnung und Dank für die Standortentscheidung hat die Stadt Straubing die Zufahrtsstraße zum neuen Werk in Sennebogenstraße umbenannt. Das neue Werk hat eine Gesamtfläche von rund 125000 Quadtrametern.
Sennbogen erwirtschaftet mit mehr als 1000 Mitarbeitern einen Umsatz von 360 Millionen Umsatz.
Kran- und Baumaschinenhersteller Sany investiert in Deutschland
Der chinesische Kran- und Baumaschinenhersteller Sany investiert 60 Millionen Euro in Nordrhein-Westfalen. Im Industriegebiet Mühlenerft Bedburg / Bergheim enstehen Produktions- und Montageanlagen sowie ein Entwicklungs- und Ausbildungszentrum. Ausschlaggebend für die Standortwahl des Konzerns war die räumliche Nähe zu Köln und die gute Seeanbindung über den Rhein.
Tags: Ausbildungszentrum - Kranhersteller - Montageanlagen - Nordrhein-Westfalen - Produktionsanlagen - Sany
Gebrauchtkrane weltweit sehr gefragt
Anlässlich des 65. Lebensjahres und 40jährigen Dienstjubiläums des Generalbevollmächtigten Herrn Hans Richter gab die Firma KMS einen Empfang und eine Presseerklärung.
Die Firma KMS gehört zu den in Europa führenden Gebrauchtkranhändlern und hatte im Jahre 2005 einen Umsatz von 11.000.000,00 €. Dank der guten Konjunktur und der Aufstockung des Personals auf ca. 18 Mitarbeiter, konnte im Laufe des Jahres 2006 der Umsatz auf 23 Millionen Euro erhöht werden. Im Jahre 2006 konnte die Firma KMS international 198 Krane verkaufen. Diese 198 Krane wurden nur zu 20 % in Deutschland eingekauft, 80 % dieser Krane kamen aus den Ländern der EU. Nur 3 % dieser 198 Krane wurden in Deutschland verkauft, 97 % sind überwiegend nach Osteuropa sowie zum nahen und fernen Osten verkauft worden.
Herr Richter, der mittlerweile seit 40 Jahren in der Kranbranche tätig ist, prägte den internationalen Kranmarkt und die Entwicklung wesentlich; unter anderem in den Jahren 1974 bis 1983 mit der Übernahme des größten Kranvermieters Europas, der Firma Paul Rosenkranz, der seinerzeit die schwersten Krane der Welt zur Verfügung hatte und somit auch über die größte Kranflotte Europas verfügte. Herr Richter war mit seinen Ingenieuren der Firma Paul Rosenkranz auch wesentlich an den Entwicklungsarbeiten der Teleskopkrane sowie der Gittermastkrane beteiligt. Da ihm der Handel mit Kranen mehr lag als die Vermietung von Kranfahrzeugen, war er seit dem Jahre 1984 überwiegend mit dem Handel von Kranfahrzeugen beschäftigt. Seit dem Jahre 2001 war Herr Richter als Generalbevollmächtigter der Firma KMS wesentlich am Aufbau der KMS beteiligt, die heute einen internationalen Namen hat und zu einem der größten nicht firmengebundenen Kranhändler in Europa gehört. Jetzt, nachdem er sein 65. Lebensjahr erreicht hat und auf 40 Jahre Kranerfahrung mit allen Höhen und Tiefen zurückblicken kann, wird sich Herr Richter als Generalbevollmächtigter Ende des Jahres 2007 aus dem operativen Geschäft bei der Firma KMS zurückziehen und sich nur noch von Fall zu Fall als Wirtschaftsberater betä-tigen, um sich vielmehr um seine Familie, die in all den letzten Jahren zu kurz gekommen ist, kümmern zu können.
Durch seine langjährige und internationale Berufserfahrung nahm Herr Richter im Zusammenhang mit den Feierlichkeiten Stellung zu der Frage, wie es in der Kran-branche weiter geht und stellte für die nächsten Jahre eine Prognose zur Entwick-lung des internationalen Kranmarktes. Herr Richter, der auch in den letzten Jahren die Verkaufszahlen der Neukrane regelmäßig publizierte, lag in der Vergangenheit bei seinen Prognosen ziemlich genau. Die Zahlen, die veröffentlicht wurden, waren gut recherchiert.
Im Jahre 2006 sind in Deutschland 428 Neukrane von 30 t bis 800 t ausgeliefert worden. Allerdings sind nur ca. 160 gebrauchte Krane von den Kranvermietungsgesellschaften verkauft worden. Die Auftragslage bei den Kranvermietern ist z. Zt. sehr zufrieden stellend, sodass die Großkranvermieter in den letzten Monaten stark expandierten. Bedingt dadurch, dass sich diese Expansion nicht nur auf Deutschland bezieht sondern auch in allen EU-Ländern feststellbar ist, belaufen sich die Lieferzeiten für Neukrane auf ca. 2 Jahre. Diese Expansion von verschiedenen Kranvermietern hat, wie festgestellt wurde, auch zum Teil spekulative Hintergründe, da verschiedene Kranvermieter im Ausland, wie auch in Deutschland, versuchen, die sehr knapp gewordenen Kranfahrzeuge auch als Neukrane zu verkaufen. Die deutschen Kranvermieter werden im Jahre 2007 ca. 680 Neukrane zulassen.
Der Verkauf der gebrauchten Krane von den deutschen Kranvermietern wird auch im Jahre 2007 weit unter 200 Kranen liegen, sodass die enormen Verkäufe, die im Jahre 2004 und 2005 den Markt sehr entlasteten, sich spätestens bis Ende 2008 aufgefüllt haben. Die vier deutschen Kranhersteller verfügen z. Zt. über einen Auftragsbestand der deutschen Kranvermieter bis zum 31.08.2009 von ca. 1600 Neukranen. Sollten dementsprechend im Jahre 2008 und 2009 nicht erhebliche Verkäufe der einzelnen Kranvermieter an Gebrauchtkranen stattfinden, wird im Jahre 2009 wieder ein Überangebot an Gebrauchtkranen in Deutschland vorzufinden sein. Das Gleiche spiegelt sich auch in unseren Nachbarländern wie Holland, Belgien, Frankreich und England wieder.
Es ist auch davon auszugehen, was bereits mehrere Marktforscher bestätigen, dass sich die Konjunktur ab Mitte 2008 wieder normalisieren wird. Dieses wiederum wird sich auf die Preise der Gebrauchtkrane niederschlagen. Bedingt dadurch, dass die Nachfrage an gebrauchten Kranen sehr viel höher ist als das Angebot, werden diese weit über dem Markwert gehandelt. Die Vermieterpreise der Krane haben sich in den letzten zwei Jahren nur unwesentlich erhöht, obwohl die Kosten für Neuanschaff-ungen und die Gemeinkosten gravierend gestiegen sind. Es ist auch davon auszu-gehen, dass die Vermietungspreise für die einzelnen Kranfahrzeuge Anfang 2009 wieder fallen werden und die Gebrauchtkrane dann wieder unter dem eigentlichen Marktwert verkauft werden.
Die deutschen Kranhersteller, die mittlerweile den Weltmarkt beliefern, werden auch über das Jahr 2009 hinaus Zuwachsraten in zweistelliger Höhe haben. In Osteuropa, sowie im nahen- und fernen Osten, die in den letzten 10 Jahren größtenteils gebrauchte Krane aufgekauft haben und somit die Vorboten für den Bedarf an Neukranen waren, ist aktuell die Nachfrage nach Neukranen derart gestiegen, da die seinerzeit gekauften Gebrauchtgeräte veraltet sind und in den nächsten Jahren den Gebrauchtkranmarkt prägen werden.
Es konnte auch immer mehr beobachtet werden, dass in diesen aufgeführten Ländern die deutschen Kranhersteller Neukrane platzieren konnten. Die deutschen Kranhersteller, die vom Know-how gegenüber den chinesischen Kranherstellern wesentliche Vorteile haben, sollten allerdings die chinesischen Krane nicht unterschätzen. Wie mittlerweile festgestellt wurde, sind mehr als 1000 Geräte nach Ost- und Westeuropa über die Preise verkauft worden. Diese Krane sind in keinster Weise mit den deutschen Kranen zu vergleichen, es ist aber fest damit zu rechnen, dass die Chinesen in den nächsten drei bis vier Jahren das gesamte Know-how der westlich-en Krane übernehmen, sodass die Chinesen im Jahre 2012 ihren festen Marktanteil in West- und Osteuropa haben werden.
Wie auch der Firma KMS aus den vereinigten Staaten bekannt wurde, bemüht sich ein chinesischer Großkonzern einen deutschen Kranhersteller aufzukaufen, um noch schneller an das westliche Know-how zu kommen und gegebenenfalls Krane oder Kranteile in China zu produzieren. Ähnlich wie in den 90er Jahren die japanische Firma Tadano mit der Firma Faun verfahren ist, bleibt es nur eine Frage der Zeit, wann dieses bekannt gegeben wird.
Die Firma KMS wird auch im Jahre 2007 einen Umsatz von ca. 25.000.000,00 € er- reichen und ca. 200 Krane zwischen 20 und 500 t verkaufen. Zur KMS zählen mittler- weile Kunden aus der gesamten Welt, dementsprechend ist auch der Kundendienst erweitert worden. Der Geschäftsführer der Firma KMS - Herr Kemper - wird auch weiterhin mit seiner Mannschaft auf Expansionskurs bleiben, denn bedingt durch die Globalisierung ist mit einer sehr hohen Nachfrage nach gebrauchten Kranen auch für die nächsten Jahre zu rechnen.
Quelle: Pressererklärung der Firma KMS
Tags: Gebrauchtkrane - Gebrauchtkranhändler - Hans Richter - KMS - Kranhersteller - Kranmarkt - Mobilkrane - Rosenkranz
Sennebogen baut neues Werk
Der Kranhersteller Sennebogen aus Straubing baut ein neues Werk im Stadtteil Sand. Dieser Neubau stellt die größte Ansiedlung in der Industriegeschichte der Region dar. Nach intensiver Standortsuche fiel die Entscheidung zugunsten des niederbayrischen Industrieparks Straubing-Sand. Erforderlich wird die Erweiterung, um die Produktionskapazität bei den Großmaschinen auszuweiten. Ab Frühjahr 2007 sollen auf einem mehr als zehn Hektar großen Areal moderne Montagehallen für Großkrane und Materialumschlaggeräte, ein Entwicklungs- und Verwaltungszentrum sowie ein neues Besucherzentrum für internationale Kunden entstehen. Das Investitionsvolumen beträgt ca. 25 Millionen Euro.
Dieses Thema im Forum diskutieren
Erster 90 Tonner von Luna ausgeliefert
Ende Januar wurde der erste neue 90 Tonner des spanischen Herstellers Luna ausgeliefert. Das Fahrzeug mit der Typenbezeichnung AT-90/58 geht über in den Fuhrpark der spanischen Kranvermietung Pedregal. Ein erster Prototyp dieses neu entwickelten Kranes war auf der spanischen Baumesse Smopyc im letzten März zu sehen.
Mit 58 m Hauptausleger hat der Kran, laut Angaben des Herstellers, den längsten Teleskopausleger seiner Klasse. Sechs Sektionen und ein Telekopiersystem mit einem Zylinder und automatischer Verbolzung sind die Merkmale des Auslegers. Zusammen mit der 18 m langen Klappspitze erreicht der Kran eine maximale Rollenhöhe von 79 m. Speziell im Ausladungsbereich zwischen 5 und 16 Meter weist der Kran besonders hohe Traglasten aus. Der vierachsige AT-90/58 verfährt mit Reifen der Größe 16.00 R25, 1 to Kontergewicht und Hakenflasche innerhalb 12 to Achslast. Sowohl der Oberwagen, als auch der Unterwagen werden von Motoren der Marke Mercedes-Benz angetrieben. Im Unterwagen arbeitet der OM 501 LA mit 315 kW, im Oberwagen der OM 904 LA mit 125 kW. Der Unterwagen verfügt über Allradlenkung und Allradantrieb. Der Antrieb erfolgt über die 12-Gang ZF AS-Tronic. Für eine bessere Übersicht kann die Oberwagen-Kabine um 20° nach hinten geneigt werden. Nach Angaben der Firma Luna wird die Fahrzeugpalette des Herstellers in diesem Jahr um weitere Krane im Bereich 140 bis 150 Tonnen mit 5 Achsen erweitert.
Tags: AT-90/58 - Kranhersteller - Kranverleiher - Luna - Pedegral - Smopyc - Teleskopiersystem
Interview über Autokrane und die Vermietbranche
Im Oktober sprachen wir mit Karl Kemper, dem geschäftsführender Gesellschafter der Firma KMS über die derzeitige Situation im Markt der deutschen Kranvermietungen.
TDKv: Herr Kemper, Sie sind geschäftsführender Gesellschafter der Firma KMS und gehören mit zu den führenden Gebrauchtkranhändlern in Europa und haben in regelmäßigen Abständen die Verkaufszahlen der Gebrauchtkrane und die Entwicklung in der Kranbranche publiziert.
Antwort Kemper: Ja, die von uns publizierten Zahlen der letzten Jahre entsprechen tatsächlich den Verkäufen, die die deutschen Kranhersteller und Kranhändler getätigt haben.
TDKv: Danach müssten laut Ihrer Information seit dem Jahre 2003 bis Ende 2005 ca. 3.000 Krane exportiert und verkauft worden sein.
Antwort Kemper: Diese Zahl wird sich Ende dieses Jahres in der Größenordnung von ca. 3.000 Stück realisieren. Man muss allerdings auch die Verkaufszahlen der Neukrane der vier deutschen Kranhersteller der letzten drei Jahre auf dem deutschen Markt hinzuzählen. Hierbei gehe ich von einer Verkaufszahl von ca. 1.500 Neukrane aus, die innerhalb der letzten 3 Jahre ab 30 t aufwärts verkauft wurden.
TDKv: Wie Sie in Ihren letzten Berichten publizierten, sind somit ca. 1.500 Kranfahrzeuge weniger auf dem deutschen Markt. Dieses verteilt sich überwiegend auf die Kranvermieter aber auch auf die Endverbraucher. Sie, Herr Kemper, der laufend mit den deutschen Kranvermietern in Kontakt steht und der den Markt genauestens beobachtet, können sicherlich eine Einschätzung vornehmen, wie es um die Zukunft der Deutschen Kranvermieter bestellt ist.
Antwort Kemper: Die Zahlen, die wir veröffentlicht haben, sprechen für sich. Die in den letzten 3 Jahren verkauften Krane haben den gesamten Markt um ca. 30 % bereinigt. Diese Reduzierung des Kranmarktes ist hauptsächlich auf den ruinösen Wettbewerb der Kranvermieter zurückzuführen. Gerade in den letzten 2 Jahren ist eine Vielzahl von Kranvermietungsgesellschaften durch den ruinösen Wettbewerb illiquide geworden und gerieten somit in die Insolvenz.
TDKv: Bedingt durch den Abverkauf der ca. 3.000 Kranfahrzeuge vom Deutschen Markt müsste es den etablierten Kranvermietern, die heute auf dem Markt aktiv sind, trotz nach wie vor nicht in Schwung kommender Konjunktur, besser gehen.
Antwort Kemper: Dieses ist auch tatsächlich der Fall. Alle über die Jahre etablierten Kranvermieter, die heute noch auf dem deutschen Markt agieren, haben sich durch die Verkäufe ihrer Überkapazitäten an Kranfahrzeuge kostenmäßig gesund reduziert.
TDKv: Herr Kemper, besteht denn nicht wieder die Gefahr, dass die deutschen Kranhersteller, wie bereits in den vergangen Jahren, Neukranlieferungen auch an Neueinsteiger mit den dazu gehörigen Finanzierungen vornehmen, so dass es eventuell in den nächsten 2 bis 3 Jahren wieder zu dem ruinösen Wettbewerb der letzten Jahre kommen kann?
Antwort Kemper: Nein, dieses wird sicherlich nicht mehr vorkommen, da sich die seit Jahren etablierten Kranvermieter darauf einigen konnten, ähnlich wie es in der Schweiz seit ca. 2 Jahrzehnten praktiziert wird, die Kranhersteller, die Neueinsteiger voll finanzieren und somit diesen ruinösen Wettbewerb schüren würden, zu boykottieren.
TDKv: Warum akzeptieren die vier deutschen Kranhersteller die von Ihnen geschilderte Situation?
Antwort Kemper: Durch die große Nachfrage nach gebrauchten Kranen, die international vorhanden sind, sind nicht nur in Deutschland sehr viele Abverkäufe getätigt worden, sondern das Gleiche - nur mit anderen Zahlen - spiegelt sich in den Beneluxländern, England, Spanien, Frankreich und Skandinavien wieder, so dass auch die Nachfrage für Neukrane in den letzten Monaten enorm gestiegen ist. Teilweise haben die vier deutschen Kranhersteller für ihre Neukrane Lieferzeiten bis zu einem Jahr. Da die Kranhersteller alle einen sehr hohen Exportanteil verzeichnen können, sehen sie den deutschen Kranvermietungsmarkt mit anderen Augen.
TDKv: Ihnen ist doch sicherlich bekannt, dass alle vier deutschen Kranhersteller, bedingt durch die Preissteigerung der Stahl-, Oel und Reifenpreise etc. der Zulieferanten auch ihre Produkte zum Teil bis zu 10 % erhöhen mussten?
Antwort Kemper: Dieses ist mir sehr wohl bekannt, denn diese Erhöhung der Neupreise schlägt sich auch auf den westeuropäischen Gebrauchtkranmarkt nieder. Der deutsche Kranvermieter konnte schon in den letzten zwei Jahren seine gebrauchten Krane teilweise um bis zu 15 % höher absetzen, als es noch vor drei Jahren möglich gewesen wäre.
TDKv: Sie sprachen anfangs von Finanzierungen, die die Kranhersteller in den vergangen Jahren auch für Neueinsteiger vorgenommen haben. Wird in Zukunft bei den Finanzierungen auch Basel II eine große Rolle spielen?
Antwort Kemper: Die Finanzierung der Krane wurde in den letzten Jahren überwiegend von den Kranherstellern durch „Buybacks“ (Rückkaufverpflichtungen) gegenüber den finanzierenden Banken unterstützt. Die Banken und die Hersteller haben bis Ende 2004 eine zusätzliche staatliche Sicherung durch den § 17.1 und 17.2 des Umsatzsteuergesetzes wahrgenommen. Die Banken haben überwiegend nur Mietkauffinanzierungen vorgenommen, diese waren so abgefasst, dass bei einer Insolvenz des Käufers zusätzlich aus der bestehenden Finanzierung 16 % an Umsatzsteuer herausgerechnet werden konnten, die dementsprechend wiederum den Banken von ihren zuständigen Finanzämtern zurückerstattet wurden, so dass sich das Risiko der Kranhersteller und der Banken jeweils von Beginn an um 16 % reduzierte und somit der Warenwert nur noch 84 % darstellte. Diese Lücke im Gesetz wurde dementsprechend von allen deutschen finanzierenden Banken voll ausgeschöpft. Im Jahre 1999 wurde ein deutscher Kranvermieter und Kranhändler zu Unrecht beschuldigt, diese Lücke im Gesetz für sich genutzt zu haben. Den Anwälten des seinerzeit Beschuldigten, sowie dem Bund der Steuerzahler Nordrhein ist es gelungen zu beweisen, dass nicht der Kranvermieter und Händler den Vorteil der Umsatzsteuer hatte, sondern ausschließlich die Banken und die Hersteller, die die Rückführung dieser 16 % aus den Finanzierungen ausschöpften. Ende 2004 wurde durch den Finanzminister und der Finanzverwaltung diese Lücke im Umsatzsteuergesetz mit sofortiger geschlossen. Die §§ 17.1 und 17.2 wurden dementsprechend abgeändert, es wurde hauptsächlich in dieser Abänderung auf das Kranfinanzierungsgeschäft hingewiesen.
TDKv: Diese Änderung im Steuergesetz und den daraus resultierenden Nachteilen von 16 % gegenüber den Banken, ist doch sicherlich auch zum Nachteil der jetzigen Kranvermieter zu sehen?
Antwort Kemper: Nein, das sehen die deutschen Kranvermieter, die sich über Jahre hinweg mit sehr vielen Krisen auseinander setzen mussten, ganz anders. Bedingt durch die Reduzierung des Risikos der Banken und der Kranhersteller um ca. 16 % wurde den Neueinsteigern die Finanzierungsmöglichkeit in der Kranvermietung sehr leicht gemacht. Somit entstand auch der ruinöse Wettbewerb. Hinzu kommt noch, dass die Kranhersteller und auch die finanzierenden Banken immer mehr bei der Überprüfung der Bonität der Kranvermietungsgesellschaften nach den Richtlinien von Basel II vorgehen.
TDKv: Verlieren durch die angesprochenen Änderungen in Deutschland die Hersteller der Krane ihre Marktanteile?
Antwort Kemper: Nein, dieses ist nicht der Fall, da die Kranhersteller, bedingt dadurch das nicht mehr so viele Kranvermieter illiquide werden, den Vorteil haben, dass diese durch die Rücknahme der gebrauchten Krane in der Vergangenheit keine Rückstellungen und somit auch keine Verluste hinnehmen müssen (buybacks). Vor allem belasten die Hersteller ihre Bilanzen durch die Rückstellung durch „buybacks“, die immer wieder vorgenommen werden mussten, nicht mehr.
TDKv: Die Kranhersteller bekommen doch sicherlich durch die reduzierten Verkäufe in Deutschland Absatzprobleme.
Antwort Kemper: Nein, das ist nicht der Fall, da durch den Abverkauf von gebrauchten Kranen aus Westeuropa nach Osteuropa, den Mittleren und Fernen Osten, das gesamte Krangeschäft sehr stark belebt wurde. Hierdurch haben die vier Deutschen Kranhersteller mittlerweile lange Lieferzeiten für ihre Produkte. Zwischenzeitlich konnten wir feststellen, dass einige deutsche Kranhersteller zwischen 70 u. 80 % ihrer in Deutschland hergestellten Produkte exportieren.
TDKv: Was bedeutet diese enorme Veränderung des Kranmarktes für den Kranvermieter?
Antwort Kemper: Der deutsche Kranvermieter hat sich der neuen Marktsituation sehr schnell angepasst. Wie bereits angesprochen, haben die deutschen Hersteller ihre Preise erhöht, diese Preiserhöhungen konnten aber über die erhöhten Verkäufe und die erhöhten Verkaufspreise für Gebrauchtkrane ausgeglichen werden. Auch die Bestellungen von Neukranen der deutschen Kranvermieter haben in den letzten zwei Monaten sehr stark zugenommen, denn so günstig wie zurzeit konnte man Neukrane noch nie finanzieren. Diese günstigen Finanzierungen, die bei Kranfahrzeugen meistens über 8 Jahre abgeschlossen werden, kompensieren die zwischenzeitlich um ca. 10 % gestiegenen Neupreise, z. B.: Im Jahre 2001 kostete ein 30 to Kran ca. 260.000 EUR. Bei 8 % Verzinsung zahlte man über die Laufzeit ca. 95.000 EUR. Heute kostet dieser Kran 285.000 € und man zahlt über die Laufzeit 56.000 € Verzinsung. Somit spart der Kranbetreiber ca. 40.000 € Zinsen, zahlt jedoch 25.000 € mehr im Einkauf. Die Nettoersparnis beträgt 15.000 € zuzügl. Dem Erlös aus dem Verkauf des Gebrauchtkrans, der heute eine Wertsteigerung von ca. 15 – 20 % hat. Hinzu kommt auch, dass sich durch den Abverkauf der gebrauchten Krane die Einsatzzeit des Fuhrparks der Kranvermieter gegenüber den letzten 3 Jahren erhöht hat. Viele renommierte Kranvermieter, die mir über Jahre gut bekannt sind, nutzen jetzt die günstigen Finanzierungsmöglichkeiten und bestellen für das Jahr 2006 Krane aller Größenordnungen. Bedingt durch die besseren Auslastungen der letzten Monate und die Prognosen für die nächsten Jahre, gehen die Kranvermieter von einer besseren Auftragslage und der Anpassung der Preise durch die Erhöhung der Treibstoffkosten und der Anschaffungskosten aus, so dass sich die Preise, die bereits jetzt schon angestiegen sind, auch in den nächsten Monaten der Marktsituation anpassen werden.
TDKv: Herr Kemper, sehen Sie ihre Existenz und ihre Position als einer der Marktführer in Europa nicht gefährdet?
Antwort Kemper: Ihnen ist sicherlich bekannt, dass wir ein internationales Handelsunternehmen für Kranfahrzeuge sind. Wir haben uns schon seit Beginn unserer Aktivitäten nicht nur auf den deutschen Markt konzentriert und sind durch die weltweite Globalisierung der Märkte heute weltweit tätig. Dementsprechend handeln wir heute Kranfahrzeuge aus ganz Europa, die wir weltweit exportieren.
TDKv: Wie sehen Sie die Zukunftsaussichten der Kranhersteller?
Antwort Kemper: Wir gehen davon aus, dass nicht nur die vier deutschen Kranhersteller, sondern auch die international tätigen Kranhersteller in den nächsten fünf Jahren zweistellige Zuwachsraten auf dem Weltmarkt erzielen werden und somit ihre gesamte Produktion erhöhen müssen. Bedingt dadurch, dass die Kranhersteller höhere Verkaufszahlen haben werden, sehen wir für uns als international etabliertes Kranhandelsunternehmen eine sichere Zukunft.
TDKv: Herr Kemper, wir danken Ihnen für das Gespräch
Tags: Autokrane - Gebrauchtkrane - KMS - Kranbranche - Kranhändler - Kranhersteller - Kranverleihermarkt - Kranvermieter
